SA Dienstdolch Modell 1933 mit Damastklinge und Geschenkwidmung von SA-Sanitäts-Gruppenführer Prof. Dr. Walter Schultze

Es handelt sich hierbei um eine Fertigung um 1934, hergestellt von der Fa. Eickhorn Solingen. Der Dolch wurde im Auftrag von Dr. Walter Schultze gefertigt, 1934 SA-Sanitäts-Gruppenführer, Ministerialdirektor und Leiter der Abteilung Gesundheitswesen im Bayerischen Staatsministerium des Innern, ab 1934 Honorarprofessor an der Universität München.
Brauner Holzgriff mit perfekt eingelegten emaillierten SA-Rune und Hoheitsadler. Die Parierstangen in Nickelausführung. Die Klinge aus echtem Damaststahl, auf der Vorderseite die Devise "Alles für Deutschland" erhöht und vergoldet. Rückseitig mit vergoldeter und erhabener Geschenkwidmung "S/l. Kam. & Adjt. Willy Jung z. Erg. an 1932/34 Dr. Schutze." (=Seinem lieben Kameraden & Adjutant Wille Jung zur freundlichen Erinnerung..), oben an der Fehlschärfe das ovale Firmenzeichen "Carl Eickhorn Solingen". Brünierte Stahlscheide mit Nickelbeschlägen, komplett mit dem braunem Ledergehänge. Der Dolch ist getragen, auf der Klinge leichte Altersflecken. Der Dolch ist noch ungereinigt, noch nie geöffnet, in unberührtem Originalzustand. 


Walter Schultze (894 - 1979), 1. Weltkrieg Kriegsfreiwilliger im 2. k.b. Schweren-Reiter-Regiment, später Flugzeugbeobachter. 1919 schließt er sich dem Freikorps Epp an und beendet sein Medizinstudium mit Promotion in München. Im gleichen Jahr tritt er der DAP bei, ab 1920 NSDAP. Am 9.11.1923 nimmt er am Marsch auf die Feldherrnhalle teil und marschiert direkt neben Hitler. Als um 12:45 die Bayerische Landespolizei das Feuer auf die Putschisten eröffnet und Hitler leicht verletzt wird, ist es Schultze, der ein Sanitätsauto als Fluchtwagen organisiert und Hitler zum Haus von Ernst Hanfstengl nach Uffing am Staffelsee begleitet, wo er ihn medizinisch versorgt. Seit 1925 Facharzt der Chirurgie, tritt er 1926 wieder in die NSDAP ein, wird 1929 Gründungsmitglied des NS-Ärztebundes, 1931 stellvertr. Reichsarzt der SA und 1934 Honorarprofessor an der Universität München. Seit 1935 (bis 1944) Reichsdozentenführer, tritt er 1936 von der SA in die SS als SS-Oberführer über, 1937 Beförderung zum SS-Brigadeführer, 1943 zum SS-Gruppenführer. Als Staatskommissar im Bayerischen Innenministerium ist er maßgeblich an der Organisation der "Aktion T4", der Ermordung psychisch Kranker und Behinderter beteiligt. 1945 wird er von den Amerikanern verhaftet, 1948 in München wegen Totschlags zu 3 Jahren Haft verurteilt, as Revisionsverfahren verschleppt er bis 1960, danach wird es wegen seiner Verhandlungsunfähigkeit eingestellt.Abschiedsgeschenk an seinen langjährigen Adjutanten als stellvertretender Reichsarzt der A, vermutlich beim Übertritt von der SA in die SS.
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