Waffen-SS kleiner Ordens- und Fotonachlaß aus dem Besitz von SS-Brigadeführer Sylvester Stadler

Ritterkreuz des Eisernen Kreuz 1939, Fertigung der Fa. "Klein & Quenzer, Idar-Oberstein". Geschwärzter Eisenkern, die Silberzarge "frostig" versilbert mit aufpolierten Kanten, mit der typisch dicken mitgeprägten Öse, rückseitig "800" Silber gestempelt. Komplett mit Sprungring, gestempelt "800 65", am 74 cm langen Halsband. Komplett im passenden Verleihungsetui. Ungetragen in neuwertigem Zustand . Dazu 2 großformatige Portraitfotos als SS-Obersturmbannführer mit Ritterkreuz, Maße 11 x 17 cm.
Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuz 1939 im Verleihungsetui. Es handelt sich hierbei um die klassische Fertigung der Fa. Gebr. Godet und Co. Berlin, rückseitig "21" "900" gepunzt. "Frostig" versilbert mit aufpolierten Kanten. Komplett mit dem 45 cm langen original Halstrageband im passenden Verleihungsetui, innen mit "LDO" Eindruck. Ungetragen, in neuwertigem Zustand.
Eisernes Kreuz 1939 1. Klasse, Fertigung der Fa. Wilhelm Deumer Lüdenscheid. Kern Eisen geschwärzt, rückseitig an breiter Nadel, Hersteller "L/11", im schwarzen Etui mit EK Aufdruck. leicht getragen, Zustand 2. Dazu ein schönes Foto als SS-Obersturmführer mit EK 1 auf Heimaturlaub mit der Familie. Weiterhin ein EK 1939 1. Klasse Ausführung 1957.
Nahkampfspange in Bronze Feinzink bronziert, Hersteller: "FEC. W.E. Peekhaus Berlin - Ausf. A.G.M.u.K. Gablonz", magnetisches Plättchen eingequetscht. Leicht getragen, Zustand 2+.
SA-Sportabzeichen in Bronze Eisen, rückseitig "Eigentum d. obersten SA Führung", Hersteller "W.Redo Saarlautern", Zustand 2+. Dazu ein schönes großes Originalfoto als SS-Untersturmführer in schwarzem Dienstrock mit angelegtem Abzeichen.
Waffen-SS Paar Kragenspiegel als SS-Sturmbannführer. Ungetragen, in sehr gutem Zustand.
Großer Marschkompass "Bézard-Kompass", als Auszeichnung aus der Zeit auf der SS-Junkerschule Bad Tölz, um 1935. Auf der Unterseite mit eingekratzter Widmung "Preisrichten 20.12.35 SS Führerschule Tölz 1. Preis Aufsicht H", komplett mit der Ledertasche. Dazu noch ein Fernglas 8 x 30 Kana Optik, Wetzlar mit Lederhalsband.
Fotoalbum der Familie Stadler (von der Frau beschriftet), darin 6 original Fotos von Stadler aus der Zeit von 1940 "Vati als frischgebackener Hptm. 1940" bis "Vati in Rußland 1943 in Generalobersten Hausser und Hoth", dazu noch 10 lose Fotos als SS-Obersturmführer 1941 auf Heimaturlaub. Das Album geht weiter von 1965 bis 1968 mit dem Sohn Harald, der Offizier im Geschwader Richthofen der Bundesluftwaffe war.
Weiterhin aus dem Jahr 1962 der Lebenslauf von Sylvester Stadler (maschinen- und handgeschrieben) mit Portraitfoto als Arbeitsbewerbung , dazu noch Kopien der Arbeitszeugnisse.  
Dazu noch 8 unsignierte Autogrammkarten aus den 1980ern, Mitgliedsnadel Deutsches Soldatenbund für 30 Jahre sowie 3 Nadeln VDI (Verband deutscher Ingenieure).

Alle Stücke stammen aus dem Besitz des Sohnes, noch in der Zigarrenkiste, wie die Stücke von der Familie aufgehoben wurden. Leider waren keine weiteren Gegenstände mehr vorhanden. Die ungetragenen Auszeichnungen waren mit Sicherheit für die Heimatuniform gedacht.

Sylvester Stadler, geboren 1910, trat am 6. Dezember 1933 als Freiwilliger in die SS-Verfügungstruppe ein. Vom 1. April 1935 bis zum 31. März 1936 besuchte er die SS-Junkerschule Bad Tölz und wurde am 1. Juli 1937 zum SS-Obersturmführer befördert. Am 30. Juni 1939 zum SS-Hauptsturmführer befördert, wurde er bei Kriegsbeginn Chef der SS-Nachrichtenabteilung der SS-Verfügungs-Division. Mit seiner Kompanie nahm er am Polen- und Westfeldzug teil. Am 1. August 1940 wurde er Chef der 5. Kompanie des SS-Infanterie-Regiments "Der Führer". Im Herbst 1941 wurde er in Rußland schwer verwundet und nach seiner Genesung Taktiklehrer an der SS-Junkerschule Bad Tölz. Am 1. März 1942 übernahm er das II. Bataillon des SS-Regiments "Der Führer", wo er am 1. September 1942 zum SS-Sturmbannführer befördert wurde. Während der Rückeroberung von Charkow im März 1943 zeichnete er sich mit seinem Bataillon besonders aus, wofür er am 6. April 1943 als SS-Sturmbannführer das Ritterkreuz erhielt. Im Mai 1943 übernahm er die Führung des SS-Regiments "Der Führer". Für die Bereinigung eines russischen Einbruchs bei Charkow wurde ihm am 16. September 1943 das Eichenlaub verliehen. Anschließend wurde er Kommandeur der 9. SS-Panzer-Division "Hohenstaufen", die er während der Abwehrkämpfe in der Normandie führte. Am 29. Juli 1944 wurde er bei einem Artillerieüberfall schwer verwundet. Im Lazarett wurde er am 1. August 1944 zum SS-Oberführer befördert. Am 10. Oktober 1944 kehrte er zu seiner Division zurück, die er dann während der Ardennenoffensive führte. Ab März 1945 kämpfte die Division in Ungarn, wo er am 20. April 1945 zum SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS befördert wurde. Für die umsichtige Führung seiner Division wurde er am 6. Mai 1945 noch mit den Schwertern ausgezeichnet. Anfang Mai 1945 ergab er sich in Steyr (Österreich) mit den Resten seiner Division den Amerikanern und verblieb bis 1948 in amerikanischer Internierung.

Sylvester Stadler starb 1995 in Königsbrunn.
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