Frankreich Ehrensäbel "Journée de St. Cloud 19 Brunaire an 8"

um 1799. Säbel aus adeligem Besitz mit vergoldetem Messinggriff, im Griff mit eingesetzter Petschaft. Das Griffstück aus Messing vergoldet in der typischen schlichter Form, die aufwendige Griffwicklung noch vollständig erhalten. Gerade Parierstange, nach hinten leicht abfallen, die beidseitigen Parierlappen in rhombischer Form. Der Griffbügel, der Griffrücken usw. weisen  umlaufende, teils nebeneinander laufende Zierrillen auf. Der Griffbügel ist mittig etwa breiter ausgeführt und trägt eine Petschaft aus 2-farbigen Carneol/Hartstein mit dem gekrönten Wappen eines Herzogs. Unter der Parierstange mit dem originalen roten Stoßfilz. Die leicht geschwungene Klinge mit breiter Hohlkehle, das vordere Drittel der KLinge gebläut, mit gravierten und vergoldeten Verzierungen in For von Kriegstrophäen, Lorbeerkränzen, Rankendekor. Die Holzscheide mit schwarzer Belederung und vergoldeten Messingbeschlägen ist noch sehr gut erhalten. Das Mundblech mit beidseitiger Gravur, vorderseitig "Journée de St. Cloud 19 Brunaire an 8", rückseitig die Herstellerbezeichnung "M fre a Versailles Boutet Directeur Artise".
Der Säbel ist leicht getragen, mit typischen Trage- und Altersspuren, in gutem Gesamtzustand. Extrem selten.
Sehr seltener Ehrensäbel für einen der beteiligten Offiziere an Napoleons Staatsstreich vom 9./10. November 1799. Am Tag von St. Cloud, dem 19. Brumaire (= 10. November) 1799 ließ Napoleon Bonaparte die widerspenstigen Abgeordneten des "Rates der 500" durch seine Soldaten aus dem Sitzungssaal vertreiben. Er setzte die französische Verfassung außer Kraft. Dieser Staatsstreich beendete das Direktorium und damit die Französische Revolution. Napoleon wurde zum 1. Konsul und damit zum Alleinherrscher proklamiert.


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